Trichophytic-Closure-Verschlusstechnik – Hintergrund

Auf unserer Seite möchten wir gerne die Anwendung der Trichophytic Closure-Verschlusstechnik innerhalb der Haarchirurgie – Haarverpflanzung erläutern.

Trichophytic Closure ist eine Eigenhaarverpflanzungs-Technik, die ausschliesslich bei einer Haartransplantation nach der FUT Methode (nicht bei einer FUE-Haartransplantation) angewandt wird.

Nach der Entnahme des Hautstreifen bei einer FUT Haartransplantation bzw. Streifenhaarverpflanzung, wird die Wunde möglichst schonend und narbenarm verschließt.  So kann dieses Verfahren als Fortentwicklung und Verfeinerung der bisherigen Verschlusstechniken in der Haartransplantation angesehen werden.

Der Hintergrund, dass bei herkömmlicher Streifenhaarverpflanzung und wenn die Haarchirurgen die Wunde gewissenhaft verschließen bzw. vernähen, zwar in der Regel feine bzw. schmale Narben entstehen, aber es dennoch ab – und zu passieren kann, dass die Narbe an manchen Stellen etwas breiter wird. Dies kann gerade dann passieren, wenn der Patient ein extrem weiches Bindegewebe hat bzw. sehr elastische Kopfhaut, oder die Wunde unter hoher Spannung geschlossen wird, wie wenn beispielsweise im Gegensatz eine sehr straffe Kopfhaut vorliegt.

In solchen Fällen und wenn die Narbe etwas breiter wurde, kann dies für den Patienten kosmetisch gesehen belastend sein.

Selbstverständlich geht jeder Patient, wenn er sich einer FUT Eigenhaarverpflanzung unterzieht, davon aus, dass er später eine gelungenen und sehr feine, kaum sichtbare Narbe zurückbehält. Gerade, wenn er die Haare in der Regel gerne kurz trägt, wird sich eine Narbe erhofft, die dies später auch noch ermöglicht!

Hier kann die Trichophytic-Closure-Verschlusstechnik Methode helfen, das Risiko zu sichtbare Narben zu bekommen zu senken, bzw. die Chancen deutlich zu erhöhen, eine Narbe zu erhalten, die Quasi „unsichtbar“ ist und selbst sehr kurze Haarschnitte ermöglicht.

 

Wie funktioniert die Tricophytic-Closure Verschlusstechnik?

Herkömmlich wird bei jeder FUT – siehe auch hairforlife – erst mal der komplette Hautstreifen entnommen.

Bevor jedoch der Hautstreifen vernäht bzw. geklammert wird, ist der nächste Schritt über die Länge des kompletten Schnittes den untigen Wundrand ca. 1-2 mm Haut zu entfernen, quasi ähnlich wie eine „Ecke“ herauszuschneiden. Dadurch werden ebenso die Haare getrimmt. In der gegenüberliegenden Seiten unter den Haarwurzeln wird die Haut leicht eingeschnitten und erst dann wird die komplette Wunde geschlossen und die beiden Wundränder zusammengebracht. Die vormals getrimmten bzw. kurz geschnitten Haaren die jetzt noch versteckt unter dem Hautverschluss liegen, werden später durch die Narbe wachsen.

Hier die Trichophytic-Verschlusstechnik als Zeichnung entsprechend der Frechet-Methode erläutert

 

Die Resultate der Trichophytic Closure Verschlusstechnik

Im Idealfall können die FUT Haartransplantations-Patienten bei welchen die Wunde durch Trichophytic Closure geschlossen wurden Ihre Haare nach dem Eingriff kürzer tragen wie im Vergleich die Haarverpflanzungs-Patienten bei denen die Wunde mit dem herkömmlichen Verschluss geschlossen wurde.

Der Grund – das die Narbe zwar wie vorher bestehen bleibt – aber durch die hindurchwachsenden Haare weniger zu erkennen ist.

Hier zwei Nahaufnahmen von Patienten nach einer FUT Eigenhaarverpflanzung mit Trichophytic-Closure Verschlusstechnik. Wie man auf den Bildern erkennen kann, wachsen Haare auf der Narbe:

Untige Bilder zeigen:

A = Wundverschluss ohne Trichophytic Closure

B = Wundverschluss MIT Trichophytic Closure

Wir danken Dr. Feriduni als Quelle.